Glossar, Lexikon, Begriffserklärung

Die wichtigsten Begriffe aus der Architektur zum Kirchenbau und zu historischen Bauwerken einfach erklärt.

A

Arkaden sind Gänge mit Rundbögen. Also die Arkade ist ein Rundbogen der auf Pfeilern (Pilastern) getragen wird.

Das Amarium ist die Klosterbibliothek.

Die Apsis oder auch Apsiden bezeichnet im Kirchenbau bzw. sakralen Bau einen halbkreisförmigen oder polygonalen Raumteil, der einen anderen Gebäudeteil erweitert (Kirchenschiff).

B

Die aus der Renaissance bekannten Balustraden, sind Geländer mit kegelförmigen Stützen unter dem Handlauf.

C

Als Campanile wird der freistehende Glockenturm bezeichnet, der sich von campana, der Glocke ableitet.

In der sakralen Architektur ist der Chor ist der Raum, der den Hauptaltar umgibt.

D

Als Dormitorium wurde der Schlafraum bzw. Schlafsaal der Mönche in einem Kloster bezeichnet.

E

Die Empore oder Emporen (Mehrzahl) zu einer Seite hin offenen Obergeschoss, umlaufende offene Gänge, sowie Aufgänge zum Altar in der Kirche oder Bühne im Theater.

Die Einfriedung bei Kirchen und Kapellen ist die Mauer um das Bauwerk. Häufig befindet sich innerhalb der Einfriedung auch der Friedhof.

F

Fachwerk beschreibt die bauliche Ausführung und besteht aus einer sich selbst tragenden Balkenkontruktion, die dann mit unterschiedlichen Marerialien gefüllt wurde. Ursprünglich wurde das Gefache mit Lehm bzw. Lehmsteinen gefüllt. Aber auch Backstein wurde verwendet.

Franziskaner enstammen dem 1210 gegründeten katholischen franziskanischen Reformorden an, spich Franziskanerorden an.

G

H

Die Hallenkirche ist ein Bautyp im Kirchenbau und bezieht sich auf die Form des Kirchenschiffes.

Die sogenannten Hausmarken sind ähnlich unserer Hausnummern. Sie dienten der genauen Zuordnung des Inhabers oder Besitzer bestimmter Dinge. So wurden oft in den Inselkirchen die Plätze mit einer Hausmarke makiert, oder aber auch Besitztümer.

I

Die als Inselkirche bezeichneten Kirchen im AsA-Atlas liegen auf einer Insel oder Halbinsel.

J

K

Das Kastell ist im wesentlichen ein befestigter Ort, der bei den Römern ein militärisches Lager bezeichnete. Die Größe richtete sich nach dem Verwendungszweck.

L

Der Lettner ist eine Abtrennung, die sowohl aus Holz wie auch Stein bestehen kann. Ebenso ist die bauliche Ausfürhung nicht festgelegt. Der Lettner trennt z.B. den Chor vom Kirchenschiff. Ein Beispiel für einen Lettner in Backstein gebaut können wir in der Klosterkirche Angermünde sehen.

M

Minuskel sind mittelaterliche Schriftzeichen, aus denen dann auch die deutsche Schrift entstand. Als Enwicklungsstufen der Minuskel sin z.B. die karolingische, romanische und gotische Minuskel zu nennen.

N

O

P

Pilaster sind Pfeiler, also Stützelemente, die nicht frei stehen wie Säulen, sondern zum Teil eingemauert sind.

Q

R

Das Refektorium ist der Speisesaal der Mönche in Klöstern.

S

Die Saalkirche ist einer der Grundtypen im Kirchenbau. In der Saalkirche gibt es keine Trennungen oder Stützen im Raum.

Für sakral gibt es mehrere Bedeutungen. Zum einen in der Medizin und zum anderen im relegiösen Bereich. Wir beschränken uns auf den relegiösen Bereich, bei dem es ebenfalls mehrere Bedeutungen gibt. Ob heilig, theologisch oder kirchlich, es steht im wesentlichen für relegiöse Zwecke.

Der Sakralbau bezeichnet heilige oder kirchliche Bauwerke bzw. Bauwerke die zu relegiösen Zwecken genutzt werden, oder wurden. Die geläufigsten Sakralbauten sind z.B. Kirchen, Domkirchen, Kapellen und Klöster. Aber Tempel, Basilika und Moscheen gehören ebenfalls zu den Sakralbauten.

Als sakraler Atlas AsA-Atlas bezeichnen wir eine Datenbank für sakrale Architektur, die im Schwerpunkt eine Auflistung sakraler Bauwerke darstellt, die über die Suche auf der Webseite oder auf einer Karte (Map) gefunden werden können.

Das Scriptorium ist die Schreibstube in Klöstern, in denen die Mönche liturgische Texte schrieben.

T

Im weitesten Sinne ist der Tempel ein Ort bzw. Gebäude für rituelle Handlungen, aber auch für das Aufstellen des Götterbildes. Der Tempel ist also ein Sakralbau.

U

V

Das Vestiarium ist in einem Kloster die Kleiderkammer für die Mönche und Novizen.

Ein Votivschiff ist ein Symbol für den Schutz der Seefahrer, die es der jeweiligen Kirche stifteten. Votivschiffe sind in häufig in den Inselkirchen zu finden.

Quellen und interessante Links zu weiteführendem Architekturwissen.