Das Schloss Oranienburg ist im barocken Stil erbaut und ist das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg.

Aus einer ehemals askanischen Burganlage, die erstmals 1288 Erwähnung findet wurde im 16. Jahrhundert durch Neubau eine Jagdhaus.

Mitte des 17 Jahrhunderts wurde offenbar unter Einbeziehung der vorhandenen Bausubstanz ein Schloss im holländischen Stil errichtet. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ das Schloss mit dem Namen Oranienburg für seine Gemahlin Louise Henriette von Oranien bauen.

Louise Henriette von Oranien ließ die unweit des Schlosses liegende St. Nicolai Kirche errichten.

Im Schloss befindet sich jetzt das Schlossmuseum, das Kreismuseum Oberhavel sowie die Stadtverwaltung.

Schon von weitem grüßt der Turm der St. Nicolai Kirche Oranienburg, die dem Hl. Nicolaus, dem Schutzpatron der Fischer, Schiffer und Händler gewidmet ist, den Besucher.

Mit 57,4 Metern ist er das höchste Gebäude der Stadt. Die Vorgängerbauten der Kirche stammen aus dem 16. Jahrhundert bzw. aus dem Jahre 1658, eine von der Kurfürstin Louise Henriette von Oranien (1627-1667) gestiftete Barockkirche. Mehrfach wurde sie bei Stadtbränden in Mitleidenschaft gezogen, beim großen Stadtbrand von 1788 sogar völlig zerstört.

Das 1796 geweihte Gotteshaus war von schlichter Gestalt.

In den Jahren 1864-1866 ließ König Friedrich Wilhelm IV. durch seinen Architekten Friedrich August Stüler eine dreischiffige Pfeilerbasilika im italienischen Stil errichten. Aus dem Kirchenbau der Kurfürstin ist die Stiftungstafel erhalten und am Sockel der Turmvorhalle eingelassen.

Ende April 1945 brannte die Kirche aus und wurde 1952 in der jetzigen Form wieder aufgebaut.

Unweit der Stadtkirche St. Nicolai liegt das Schloss Oranienburg.

Quelle: Text: von der angebrachten Tafel