Stadtpfarrkirche St. Marien Altlandsberg

Stadtpfarrkirche St. Marien Altlandsberg

evangelisch

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Beschreibung

Stadtpfarrkirche St. Marien Altlandsberg

Die heutige Stadtpfarrkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde um 1250 als dreischiffige Basilika von den Askaniern abseits der Stadtmitte im Rahmen der ersten Stadterweiterung erbaut. Sie ersetzte einen Vorgängerbau von christianisierten Slawen oder dem wettinischen Markgrafen. Die abseitige Lage ist ein Fingerzeig auf die Burgsiedlung, zu der die Vorgängerbauten wahrscheinlich gehörten.

Bei einem Stadtbrand 1432 wird die Kirche fast vollständig verstört. Der Wiederaufbau um 1500 wandelt die Basilika in eine spätgotische Hallenkirche um. Die Balkendecken der Kirchenschiffe werden durch niedrige Kreuzrippen- (Seitenschiffe) sowie Sterngewölbe (Mittelschiff) ersetzt und ein Turm ergänzt das Ensemble. Ab 1541 erhalten die Herren von Krummensee das Kirchenpatronat. Unter Ihnen erfolgt der Einbau der heutigen Kanzel und zum Jahrhundertwechsel ein Umbau des Turms. Joachim von Krummensee stiftet 1620 die Orgel. Das 18. Jahrhundert bringt unter anderem 1718 Aufstockung des Turms und 1725 den Anbau einer Sakristei mit sich. Dabei entstehen auch die heutigen Kirchenfenster. Weitere Umbauten erfolgen im 19. Jahrhundert.

Das Innere ist unter anderen mit einem Taufstein (Rüdersdorfer Kalkstein) aus dem 15. Jahrhundert und mehreren Epitaphen ausgestattet. Unterhalb des Chors befinden sich zugemauerte Gewölbe mit mehreren Särgen. Letztere beinhalten bedeutende Personen wie Otto Graf von Schwerin (Diplomat und Geheimrat des Großen Kurfürsten) und den oben erwähnten Joachim von Krummensee.

Ursprung von Altlandsberg

Die Stadt war ein ursprünglich ein slawischer, dann deutscher Burgenflecken namens Jabel. Dieser war durch Wasser und Sumpf natürlich geschützt und lag an einem Handelsweg von der Spree zur unteren Oder. Im Zuge des deutschen Landesausbaus war der Ort Teil der wettinischen Herrschaft des Markgrafen von Meißen, Heinrich der Erlauchte, der mit den Askaniern konkurrierte. Anfang des 13. Jahrhundert entstand eine deutsche/wettinische Burg mit dazugehöriger Siedlung um die heutige Stadtkirche herum. Ein zugemauertes Portal an der Nordseite deutet auf eine frühere Nutzung als Burgkapelle hin. Im Teltow-Krieg (1239-1245) setzen sich die Askanier Johann I. und Otto III. jedoch durch. Seit 1245 gehörten damit der Barnim wie Teltow zur Mark Brandenburg.

Im Jahr 1300 wird der Ort erstmals mit dem Personennamen Johannes de Landesberg urkundlich erwähnt. Dieser könnte vom wettinischen Landsberg bei Halle übertragen worden sein. Noch vor 1257 errichten die Askanier südlich der Burg eine regelmäßige Stadtanlage, wobei auch die heutige Kirche entstand.

Quellen

·        https://de.wikipedia.org/wiki/St._Marien_(Altlandsberg)#Weblinks

·        https://de.wikipedia.org/wiki/Altlandsberg#Geschichte

·        https://rrbb.info/nordoestliche-route/stadtkirche-st-marien-altlandsberg/

Zusatzinformationen

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