St.-Georgs-Kapelle Eberswalde

St.-Georgs-Kapelle Eberswalde

norddeutsche Backsteingotik Kapelle Eberswalde

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Beschreibung

Die St.-Georgs- Kapelle ist eines der ältesten Baudenkmäler Eberswaldes. Sie ist ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Ihre Entstehung wird zeitgleich mit der Entstehung des Zisterzienser Kloster Chorin vermutet. Gewidmet war die St.-Georg-Kapelle dem heiligen Georg (dem Drachentöter). Es soll in 34 Städten der Mark Brandenburg, wie im ganzen westlichen Europa Kapellen des St. Georg gegeben haben. Dazugehörig waren jeweils Hospitäler, denn den aus Palästina zurückkehrenden Kreuzfahrern wurde der Zutritt zur Stadt verweigert, da sie meist von Seuchen befallen waren. Die Sage erzählt weiterhin von einem unterirdischen Gang zum 7km weit entfernten Kloster Chorin. Die St.- Georg- Kapelle findet erst 100 Jahre nach dem vermeintlichen Entstehen aktenkundige Erwähnung. Am 24. Mai 1359 erlaubte Markgraf Ludwig der Römer der Bürgerschaft von Neustadt Eberswalde “drei Stück Acker” zu kaufen. Von den erzielten Einkünften solle “eine Stiftung für den Altar des Heiligen Georg” errichtet werden. Markgraf Ludwig war auch den Bürgern behilflich St. Georg mit weiterem Besitz auszustatten. Bereits 1370 war St. Georg in der Lage sieben Schock Geld für den Bau eines Kirchturms von St.- Maria- Magdalenen zu stiften. Mit Einführung der Reformation in Eberswalde im Jahre 1542 wurden an St.-Maria-Magdalenen die katholischen Geistlichen durch evangelische Kirchendiener ersetzt. Auch die Verwaltung von St. Georg wurde somit neu geordnet. Man legte fest die Kranken und auch sonst die armen Gebrechlichen von der Gasse in das Hospital zu nehmen. Zu Beginn des 30-jährigen Krieges wurde die Kapelle nicht mehr für gottesdienstliche Zwecke genutzt. St. -Maria- Magdalenen übernahm 1618 das Kircheninventar um sie als kleine Konzertstätte einzurichten. 1978 wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt.

Literatur/Quellenangabe:

verfasst von DA | gelesen in Eberswalder Jahrbuch 1996/97 S. 199 u.f. von Barbara Ebert | Auszüge aus: Rudolf Schmidt: Geschichte der Stadt Eberswalde | Bd. 1 und 2 Eberswalde 1939 und 1941 | Rudolf Schmidt: Eberswalder Baudenkmäler S.45 ff Eberswalde 1911 | 700 Jahre Eberswalde – die grüne Hochschulstadt der Mark Eberswalde 1954 S. 78-79 | Kreisarchiv Eberswalde: Historische Akten und Briefe | Neuer Tag vom 22. 04. 1971)

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