Burg zu Greiffenberg

Burg zu Greiffenberg

Burgruine

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Burgruine Greiffenberg UM

Auf einem etwa 10m hohen Hügel am Sernitztal befindet sich die Ruine der Greiffenburg. Der heute sichtbare Grundriss wurde im Auftrage des uckermärkischen Museums von 1913-1920 freigelegt.

Der Burgbau erfolgte vermutlich zwischen 1230 und 1250. Der nebenstehende Versuch einer Rekonstruktuion von R. Schulz nach Beschreibungen von 1652 und 1712 zeigt, dass die Burg von einem Trockengraben umgeben war, der an der Nordseite der Burg erst nach dem 18. Jahrhundert zugeschüttet wurde.

Der runde Wehrturm in der nordöstlichen Ecke der Burganlage entspricht den Burganlagen, wie sie in der Uckermark, der Neumark und Vorpommern häufig erbaut wurden.

Im Burghof befand sich ein etwa 15,6m tiefer Brunnen, Hofstube (später “Ritter-Saal” genannt) und Kapelle werden im Gebäude an der Nordseite der Mauer vermutet, während wahrscheinlich im südlichen Gebäudeteil die Rüstkammer lag. Der nach Westen angebaute Torturm wurde im 15. Jahrhundert angebaut. Er reicht 9m vor die eigentliche Burgmauer. Noch erkennbar sind im Torbogen die Öffnungen der Achslager der Wippbrücke.

Wie aus der Zeichnung ersichtlich, verschloss die Wippbrücke in geschlossenem Zustand sowohl das Tor als auch die Öffnung des Brückenkellers zum Graben hin. Den Verlauf der Grundmauern, soweit diese freigelegt wurden, zeigt die Zeichnung von 1986. Die gepunkteten Linien wurden nicht ergraben, sie spiegeln den Grundriss entsprechend der zeichnerischen Rekonstruktion wider.

Die Burg Greiffenberg war bis 1473 Lehensbesitz der Familie Greiffenberg. Die Familie verfügte über landesherrliche Hoheitsrechte, wie Mühlenrecht und Eigenkirchenrecht. Vermutlich 1445 eroberte der brandenburgische Markgraf Friedrich, genannt der “Eiserne” neben den Burgen Stolpe und Ziechow auch die Burg Greiffenberg. Seit 1470 war die Burg Greiffenberg Lehensbesitz der Familie Sparr.

Spuren eines Beschusses sind aus dem Dreißigjährigen Krieg nachweisbar.

Quelle: Tourismusgemeinschaft Barnimer Land e.V., Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße e.v. Eberswalde; Text: Dr. H. Domnick – Bad Freienwalde, R. Schulz – Frankfurt (O); Grafische Gestaltung: U. Schwerst – Senftenhütte; Text des Aufstellers an der Burgruine

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